Meine
Bücher

Florian, die
Elfe Tatü und das Krullemuck
Entstehungsgeschichte:
Vor geraumer Zeit fragte ich beim abendlichen Gemeinschaftszündeln (auch Grillen
genannt) befreundete Mütter und Väter nach ihrer Definition von Fantasie.
Die Antworten waren "ein wenig" ernüchternd:
"Ich bin froh, wenn ich mit der Realität zurechtkomme. Das ist alles so hektisch, das ist wahrlich Herausforderung genug!"
"Fantasie? Heute wird dir doch eh alles vorgekaut. Dazu hat doch keiner mehr Zeit!"
"Das hatte ich vielleicht mal als Kind ... aber jetzt?"
"Den Kindern vermitteln? Och, dazu hab ich keinen Nerv mehr. Dazu gibt es doch den ‚Herrn der Ringe'!"
Ich war erstaunt, dass Menschen, die sich intensiv um ihre Kinder kümmern und eigentlich bemüht sind, deren Kreativität zu fördern, so verflixt nüchtern und desillusioniert schienen.
Als Antwort auf das persönliche Fazit dieses Abends schrieb ich "Florian, die Elfe Tatü und das
Krullemuck": Die Geschichte eines kleinen Jungen, der viel träumt, dessen Gedanken oft auf Wanderschaft gehen und der
(noch .. und das hoffentlich lange) offen ist für Dinge die nicht alltäglich sind.
Denn ich weigere mich, zu glauben, dass es tatsächlich so traurig um unsere Fantasie und unsere Träume bestellt ist. Und sollte es tatsächlich so sein, dann sind es unsere Kinder, deren Gedankenflüge wir wieder aufmerksamer verfolgen und vor allem beflügeln müssen. Denn Träume und Fantasie sind lebenswichtig.
Als das Manuskript fertig war, erhielten es die ärgsten - mir bekannten - Verfechter des "Realitätsgedankens", mit der Bitte, es am Abend ihren Kindern vorzulesen. Obwohl sie, dank Hörkassetten und CDs, schon lange nicht mehr vorlesen, nahmen sie mir zuliebe das Projekt "Vorlesen und mitträumen" in Angriff.
Und siehe da: Väter wie Mütter waren schon nach dem ersten Kapitel begeistert.
Nicht nur, dass sie sich selbst in vielen Situationen wieder fanden, auch die Kinder fanden es toll, ungestraft in eine Traumwelt eintauchen zu dürfen. Ohne Kommentare wie "so ein Schmarrn" oder "das ist doch
absurd" ..by the way.. wer legt fest was absurd ist, hm?
Die Eltern erkannten auch, dass sie ihren Kindern unbewusst Vorurteile mit auf den Weg gaben, die
so nicht richtig sind.
Der "dunkle, wilde Oberon" beispielsweise hat hinter der Fassade des schönen, ehrfurchtgebietenden Herrschers über das
Traumreich Tara, ein Herz, das ihn zwar streng aber auch offen, ehrlich, faszinierend und liebevoll sein lässt.
Der Kommentar eines Vaters dazu : "Ich denke es ist wirklich an der Zeit, dass wir aufhören unseren Kindern zu erzählen, dass man einen Maßanzug tragen muss, um gut zu sein. Sie sollten
es wieder lernen, Menschen hinter Äußerlichkeiten zu erkennen. Leider habe ich das verlernt! Vielleicht kann ich es ja mit meinen Kids wieder lernen."
Florian, Tatü und das freche Krullemuck - aber auch der stolze Oberon - sollen uns dabei ein wenig helfen. Beim Offensein für Anderes und Andere und dem gegenseitigen Respekt
und Verständnis - auch für Fremdes und Unbekanntes.
Lassen wir uns wieder Flügel wachsen - gemeinsam mit unseren Kindern!